JHV

Die Jahreshauptversammlung des Grenzdenkmalvereins Hötensleben e.V. ist Geschichte. Frau Angelika Maedicke ist als Beisitzerin in den Vorstand aufgerückt. Sonst blieb alles beim Alten (Vorsitzender René Müller, Stellvertreter Thorben Raddatz, Schatzmeister Sören Peter, Schriftführerin Nora Leseberg und Beisitzer Horst Scheibel). Die Satzung wurde dahingehend geändert, dass eine Kassenprüfung nicht mehr zwingend notwendig ist, der oder die Kassenprüfer*in sollte als Beisitzer in den Vorstand aufrücken. Eine Kassenprüfung kann aber durch ein Vereinsmitglied verlangt werden.

Die Camps werden wie in jedem Jahr durchgeführt (Workcamp 17. Juli – 2. August und das Geschichtscamp 09.-23. August).  Auch das Opfergedenken am 23. Mai und der 03. Oktober sind feste Termine. Es wird darüber nachgedacht weitere Radtouren zu organisieren, da aus der Bevölkerung positive Rückmeldungen kamen und die Bitte geäußert wurde, weitere Touren auszurichten. Die Ideen werden dabei nicht ausgehen. So kamen die Vorschläge zu einer Räuber Rose Tour, eine Reise ins Bruch, in den Erzbergbau, auf den Spuren Gneisenaus, die Elmsburg…

Weiterhin wird geprüft, ob der Grenzdenkmalverein wieder interessante Ausstellungen anbieten kann. Hier gab es auch schon konkrete Ideen wie „Kalter Krieg in kurzen Hosen“ (Umgang mit Europacupduellen des 1. FCM) und „Gelenkte Frei-Zeit“ zur Freizeitgestaltung in der DDR.

Ein Therma das leider weiterhin beschäftigt, ist die Unzugänglichkeit des Turmes auf dem Denkmal. Seit elf Jahren ist es Thema und Verständnis hat der Grenzdenkmalverein dafür nicht mehr. Die Argumentation der Verantwortlichen dazu, ist fadenscheinig und es gibt keinerlei Bemühungen eine Lösung zu finden. Zumal das Grenzdenkmal zur Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt gehört, stellt sich die Frage, ist Erinnerungskultur in Sachsen-Anhalt nur auf dem Papier vorhanden, denn ein Engagement vom Land ist kaum zu sehen.

2026 soll weiterhin die Partnerschaft zwischen Paju und unserer Region sowie Hötensleben und Tongilschon in Südkorea vorangetrieben werden.

Sehr positiv ist auch die Restaurierung des Turmes mit Bunker auf dem Schützenplatz. Hier gibt es Hinweise, dass Ende 1988 die Staatssicherheit in den Bunker kam und mit Richtmikrofonen Abhöraktionen durchgeführt hat. Das muss allerdings historisch und wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Bisher gibt es nur Hinweise von Grenzsoldaten, die zu dieser Zeit in Hötensleben dienten. Dafür sprechen die Regale, auf denen die Tonbänder gestanden haben sollen, und die vielen Steckdosen unter den Regalen. Damit hätte der Bunker eine zusätzlich außerordentliche historische Bedeutung bekommen. Dieser Aufgabe will sich der Grenzdenkmalverein aber stellen.

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Mi, 25. Februar 2026

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