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Persönlichkeiten - Teil IX

Mit der Umbenennung in Sportverein (SV) Hötensleben begann 1990 die systematische Umgestaltung des Sports und des Vereinslebens nach bundesdeutschen Maßstäben. Sie erfolgte unter der Leitung des bisherigen Vereinsvorsitzenden Ernst Heidekorn und wurde danach von dessen Nachfolgern Adolf Rzehaczek und Detlef Bratzke fortgesetzt. 1993 wurde der Sportplatz an der Bahnhofstraße zu einer Sport- und Freizeitstätte umgestaltet. Der Landessportbund Sachsen-An-halts ehrte Ernst Heidekorn1994 für seine Verdienste um den Sport im Lande mit der Goldenen Ehrennadel. 2001 erschien das Buch von Reinhard Klar und Wolfgang Hustedt „90 Jahre Fußball in Hötensleben (1911-2001)".

 

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Blick aus der Luft in das 1968 eingeweihte „Glück-Auf-Stadion".
 

In der Zeit vom 22. bis 27. Juli fand eine Jubiläumssportwoche anlässlich des 90. Jahrestages der Gründung des „Fußballklubs 1911" statt. Ein Höhepunkt war die Festveranstaltung im Sportheim, auf der zahlreiche verdienstvolle Funktionäre und Vereinsmitglieder geehrt wurden. 2002 wurde unter dem Motto „50 Jahre Kinderturnen in Hötensleben" ein Turnfest in der Sporthalle der Grundschule durchgeführt. Mit einem großen Präsentkorb und einem Erinnerungsbild bedankten sich viele „Ehemalige" bei Gerhard Burgdorf, der 1952 die Sektion Turnen mitgegründet hatte und fünfzig Jahre danach immer noch als engagierter Übungsleiter wirkte. Jürgen Herzke und Horst Danisch erhielten 2002 für ihre Verdienste um den Tischtennis-Sport in Hötensleben die „Goldene Ehrennadel" des Tischtennis-Landesverbandes von Sachsen-Anhalt. Beide wirken seit Jahrzehnten erfolgreich für diese Sportart.

 

2005 setzte sich der Vorstand des SVH aus Detlef Bratzke (1.Vorsitzender), Kerstin Hoffmann (2.Vorsitzende), Sonja Malcher (Schatzmeister), Horst Scheibel (Abteillungsleiter Fußball), Ronny Wieczorek (Abteilungsleiter Tischtennis) und den Kassenprüferinnen Elvira Scheibel und Steffi Rzehaczek zusammen. Zum erweiterten Vorstand gehörten die Leiter der anderen neun Sportabteilungen.

 

Großen Wert legte der SVH darauf, dass qualifizierte Übungsleiter zum Einsatz kom-men. In den zurückliegenden Jahren haben Bettina Vorwerg, Sven Gericke, Ronny Wieczorek, Dorit Janura und Marlies Bratzke eine Übungsleiterlizenz erworben. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung anlässlich des 70. Jahrestages des Einzugs des Tischtennis-Sports in das Hötenslebener Sportgeschehen wurden Jürgen Herzke, Horst Danisch und Klaus Himmelreich mit einer „Ehrenurkunde des Kreissportbundes Börde" geehrt. Sie haben sich große Verdienste um diese Sportart in Hötensleben erworben. Im Alter von 79 Jahren beendete Johanna Matuschek ihre Tätigkeit als Leiterin der Frauen-Gymnastikgruppe des SVH. Mehr als 40 Jahre hatte sie eine hervorragende Arbeit geleistet und sich durch ihr Engagement und ihr fachliches Können weit und breit Anerkennung verschafft. 2006 war jeder sechste Bürger des Ortes im Sportverein verankert. Man konnte in elf Abteilungen einer regelmäßigen Betätigung nachgehen.

 

Bei den Wahlen 2009 wurde dem 2005 gewählten Vorstandes erneut das Vertrauen ausgesprochen. Für die aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedene Steffi Rzehaczek kam Kathrin Kucz neu hinzu. Eine hohe Ehrung erfuhr Gerhard Burgdorf, denn er wurde vom Landessportbund als „Dienstältester Übungsleiter Sachsen-An-halts" ausgezeichnet. Träger der „Ehrennadel des Landes-Sportbundes Sachsen-Anhalt in Gold" sind die Sportkameraden Ernst Heidekorn, Jürgen Herzke, Herbert Lehmann, Horst Danisch und Gerhard Burgdorf. Das „Ehrenzeichen des SV Hötensleben" wurde an Ernst Heidekorn, Paul Szopinski, Otto Künnemann, Günter Henseleit, Erich Winter, Gerhard Adamek, Herbert Lehmann, Robert Görke, Helmut Paschke, Konrad Steigemann, Gerhard Burgdorf, Horst Danisch und Jürgen Herzke verliehen. Rechtzeitig zu den Jubiläumsfeierlichkeiten „125 Jahre Sport in Hötensleben" erschien 2011 eine gleichnamige Chronik. Die verantwortlichen Autoren Reinhard Klar und Rene Müller sowie weitere Mitstreiter schufen im Auftrag des SVH-Vorstan-des ein 318-seitiges Buch mit über 200 Fotos.

 

Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen würdigten die Leistungen des Vereins und vieler Mitglieder. So wurde auf der festlichen Jubiläumsveranstaltung im Februar 2011 dem Sportverein Hötensleben für seine Verdienste die Sportplakette des Bundespräsidenten verliehen. Mit Ehrennadeln des Landessportbundes Sachsen-Anhalt wurden Cornelia Dutschke, Horst Scheibel (beide Gold), Gerold Malcher, Thomas Scholz (beide Silber), Sonja Malcher, Marlies Bratzke, Dorit Janura, Kerstin Hoffmann und Thomas Below (alle Bronze) geehrt. Ronny Wieczorek und Sven Gericke erhielten die Ehrennadel des Tischtennis-Landesverbandes. Mit einer Ehrengabe des Landrates wurde das sportliche Lebenswerk von Gerhard Burgdorf und Jürgen Herzke gewürdigt. Der SVH beförderte Sigrid Ellrodt, Helene Nowak und Gerhard Burgdorf zu Ehrenmitgliedern des Vereins.

 

Seit 1993 wurde die Ehrenmitgliedschaft des SVH an Albert Labodt, Erich Winter, Otto Szopinski, Ernst Heidekorn, Otto Künnemann, Gerhard Adamek, Günter Henseleit, Herbert Lehmann, Johanna Matuschek, Gerhard Burgdorf, Sigrid Ellrodt und Helene Nowak verliehen.

 

Der Fußball-Landesverband von Sachen-Anhalt verlieh aus Anlass des Jubiläums „100 Jahre Fußball in Hötensleben" die Ehrennadel in Gold an Hans-Joachim Sarnes und Reinhard Klar, die in Silber an Bürgermeister Dieter Buchwald und an Ulf Schickerling, und die Bronzene an Helga Lesniok, Heiko Borchers, Christian Pollex, Andreas Hehl, Wolfgang Hustedt, Gerhard Rude, Arno Hermann und Michael Hagendorf.

 

2013 gehören dem SV Hötensleben 428 Mitglieder an, davon 158 Kinder und Jugendliche. Sie können sich in den Abteilungen Fußball (Abteilungsleiter Horst Scheibel), Tischtennis (Ronny Wieczorek), Turnen/Gymnastik (Cornelia Dutschke), Kinderturnen (Marlies Bratzke), Seniorensport (Gerhard Burgdorf), Volleyball (Marcus Matuschek), Karate (Gerald Nowak), Kraftsport (Thomas Scholz), Thai Chi (Carmen Piotraschke) und Badminton (Monika Biallas) sportlich betätigen.

 

Der Sport in Hötensleben weist dank der Mitarbeit und des Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer auch im 127. Jahr der Gründung des ersten Sportvereins seine Lebensfähigkeit nach.

 

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Titelseite der 2011 erschienenen Sport-Chronik.